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Zittersieg für River Rats im ersten Finalspiel
Beflügelt durch den erstmaligen Finaleinzug starteten die Ratten, die diesmal auf Schweiz-Urlauber Nik "the brain" Jochinger (Grüezi!) verzichten mussten, motiviert in die Partie und spielten sehenswertes Hockey. Man schaffte es in diesem 1. Drittel relativ gut die effektivste Offensive der Liga aus dem Spiel zu nehmen. Der gute Start erreichte seinen Höhepunkt in der frühen Führung, die Peter Müller nach einer schönen Kombination erzielte (auch wenn die Statistik unserem Haarmodel das Tor nicht gibt). Auch zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Rats mehr Spielanteile. Im Gegensatz zu den Halbfinalbegegnungen schaffte man es diesmal auch einige der Chancen in Tore umzumünzen. Beim 2:0 fälschte Jürgen Gruber einen Blueliner von Jürgen Haidinger unhaltbar ab, der im Anschluss selbst sehenswert zum 3:0 im Powerplay traf. Zu diesem Zeitpunkt schien die Lawine etwas ratlos, die Ratten fühlten sich mit der komfortablen Führung vielleicht schon zu sicher. Etwas nach der Hälfte der Spielzeit begann sich das Spiel zu drehen, die Lawine entwickelte stetig mehr Zug zum Tor. Kurz vor Ende des Drittels fiel dann schließlich auch der erste Treffer der dem Meister wieder Leben einhauchte. Nach Pass von hinter dem Ratten Tor konnte der Rats Goalie den ersten Schuss noch blocken, beim Rebound reagierte Albin Schwaighofer am schnellsten und stellte so den Pausenstand von 3:1 her. Der Schlussabschnitt begann mit der Antwort der Ratten, Felix Krendl konnte die drei Tore Führung wiederherstellen. Was folgte war allerdings die schlechteste Phase der Rats des ganzen Abends: Im Powerplay agierten die Ratten zu offensiv und fingen sich mehrere Konter ein. Einen davon verwertete Peter "Femto" Nagelstrasser zum 4:2. Ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch der regierende Meister und überrollte die Rats in Lawinen-Manier. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Zuerst konnte Thomas "Albino" Leitner (im nächsten Spiel gesperrt) nur 3 Minuten nach dem 4:2 einen Abpraller per Backhand zum Anschlusstreffer verwerten, das endgültige Comeback der Lawine. Die Rats befürchteten mittlerweile ein Déjà-vu, denn im Saisonspiel gegen die Lawineros führten sie ebenfalls bis kurz vor Ende und kassierten doch noch den Ausgleich. Captain Hannes Mayrhofer verpasste der aufkeimenden Lawine Hoffnung aber nur 1 Minute nach dem Anschlusstreffer einen Tritt, er zog zum Schlagschuss auf und die Scheibe passte genau ins Kreuzeck. Noch knapp 5 Minuten zu spielen, aber die Lawine kämpfte weiter verbissen und kam nach einem Patzer von Goalie David Fuchs durch Captain Michael "Pello" Pellosch wieder auf ein Tor heran.
Die letzten viereinhalb Minuten Verteidigungsschlacht inklusive Empty Net der Lawine überlebten die Ratten ohne weiteren Gegentreffer. Mit der Sirene fielen den Rats mehrere Steine von den Herzen. Wie man gewonnen hat interessiert letztlich sowieso keinen mehr, Sieg ist Sieg. Damit ist ein erster wichtiger Schritt zum ersten River Rats - Meistertitel der AHL Geschichte getan, der weit größere liegt aber noch vor uns. Die Lawine steht nun unter Druck, umso mehr werden sie aber am kommenden Dienstag wieder alles geben um die Chance auf den Titel-Hattrick aufrecht zu erhalten. Die Rats sollten hingegen ihrerseits spielen als hätten sie das erste Spiel verloren, denn wie man weiß ist der letzte Sieg einer Serie immer der schwierigste und man sollte alles daran setzen ein nervenaufreibendes Spiel 3 zu verhindern. One more to go Rats! Wir sind ganz nah dran ![]() |

