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Lawine Linz gleicht aus
In der Best-of-3 Serie um den Meistertitel der AHL OÖ ist seit Spiel 2 der Finalserie alles wieder offen. Der regierende Meister gewann am vergangenen Faschingsdienstag (die River Rats traten alle mit Schnurrbärten an, teilweise echt, großteils von Captain Hannes kunstvoll aufgemalt) das zweite Finalspiel mit 2:1 und stellte damit in der Serie auf 1:1 nach Siegen. Am kommenden Dienstag, den 15.03.2011, steigt damit der Showdown in Spiel 3, in dem entschieden wird ob die Lawine endgültig den Titel "Rekordmeister" für sich beansprucht, oder ob sich doch die River Rats zum ersten Mal Meister nennen dürfen. Ein kurzer Rückblick zu Spiel 2:
Leider müssen wir schon wieder, wie im Halbfinale, vor dem eigentlichen Spielbericht Genesungswünsche ausschicken: Diesmal hat es Lawine-Verteidiger und Liga-Mitorganisator Bernhard "Wöhrli" Wöhrleitner erwischt. Nach einem Zweikampf krachte er unglücklich gegen die Bande, konnte nach kurzer Zeit aber mit Hilfe eines Mitspielers das Eis verlassen. Umso schockierender dann die anschließende Diagnose im Krankenhaus. Wadenbein gebrochen, Syndesmoseband gerissen, kurz: eine Kopie der Veletzung von Herbie Gaal. Wir wünschen auch Wöhrli auf diesem Wege gute Besserung und hoffen, dass das jetzt endgültig die letzte Verletzung dieser Saison war.
Die Rats traten diesmal ohne Michi "Obstkörberl" Samhaber an, waren ansonsten aber sehr gut aufgestellt, die Lawine musste auf den gesperrten Abwehr-Routinier Thomas "Albino" Leitner verzichten, reaktivierten dafür aber die verletzten Verteidiger Didi Nowak und Alexander Schiebel. In einem ausgeglichenen 1. Drittel ging es lange Zeit hin und her ohne dass eine der Mannschaften wirklich nennenswerte Chancen produzieren konnte. Die Führung der Lawine gegen Ende des Drittels fiel dann auch eher aus dem Nichts. Nach einem Zweikampf an der Bande im Verteidigungsdrittel der Rats gelangte die Scheibe irgendwie zum völlig freistehenden Martin Barani, dieser zögerte nicht lange, schlenzte sofort aus weiter Distanz Richtung Tor und traf genau. Der Schuss war nicht allzu scharf, prallte aber genau von der rechten Torstange ins Tor.
Auch im zweiten Drittel plätscherte da Spiel ähnlich dahin wie bisher, die Lawine beschränkte sich darauf aus jeder Distanz aufs Tor zu schießen, während die Rats selten eine Möglichkeit zum Abschluss vorfanden. Gegen Mitte des Drittels kamen sie dann aber etwas besser ins Spiel, setzten sich kurzfristig im Angriffsdrittel fest und nahmen Lawine Goalie Dominik Haudum, der in gewohnt souveräner Form agierte, unter Beschuss. Nach 32 Minuten wurden die Rats schließlich dafür belohnt. Dominik "Toblerone" Jochinger bewies Übersicht, fand im Slot den aufgerückten Verteidiger Jürgen "Jockey" Haidinger und dieser konnte den Lawine-Goalie durch ein Getümmel vor dem Tor bezwingen. Der Ausgleich zum 1:1 gab den River Rats etwas Auftrieb, dieser konnte aber in nichts zählbares umgemünzt werden, nach 2 Dritteln blieb es beim Unentschieden.
Im Schlussabschnitt hätten die Rats in Führung gehen müssen. Vor dem Tor fehlte aber entweder die Kaltschnäuzigkeit oder Goalie Haudum rettete spektakulär, wie gegen Peter "d'Artagnan" Müller, der das leere Tor vor sich sah und dann doch noch eine Fanghand traf. Der Meister machte es besser und verwertete zumindest eine seiner Chancen. Einer der zahlreichen Torschüsse von Peter "Femto" Nagelstrasser schien zunächst bei Rats Goalie Fuchs zu landen, fand aber irgendwie kullernd seinen Weg ins Tor. Das Game Winning Goal. Die Rats versuchten zwar noch alles, aber auch mit 6 Feldspielern gelang ihnen nichts nennenswertes mehr, die Lawine spielte die Zeit klug herunter und verteidigte die knappe Führung erfolgreich über 60 Minuten.
Fazit: Ein Spiel in dem beide Teams nicht ihre Bestleistung abrufen konnten, die Lawine zeigte sich insgesamt effektiver im Abschluss und war vielleicht etwas abgebrühter. Damit tritt nun ein was die Rats gerne verhindert hätten, ein Spiel 3 um alles oder nichts am kommenden Dienstag. Besonders bitter: Mit Patrick Königsecker und Nik Jochinger werden sie aller Voraussicht nach 2 wichtige Stützen vorgeben müssen. Es ist aber nach wie vor alles offen und alles möglich, auch das Spiel 3 beginnt mit 0:0. Wer sich dieses Jahr mit dem Meistertitel schmücken darf wird spätestens nach 65 Minuten und einem Penaltyschießen feststehen.
Einmal noch VOLLGAS Rats ! |
